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Der Tee

Bei Tee, im eigentlichen Sinn, handelt es sich um ein Aufgussgetränk, welches ausschließlich aus den Blättern, Blattknospen und den zarten Stielen der Teepflanze (camellia sinensis) hergestellt wird.

Bei allen anderen Aufgussgetränken, aus beispielsweise Früchten, Kräutern und Gewürzen, spricht man von teeähnlichen Getränken. Umgangssprachlich ist das allerdings kaum relevant, da man im Allgemeinen immer von Tee, egal ob von Schwarztee, Kamillentee oder Ingwertee, spricht. An dieser Stelle sprechen wir aber nur von „echtem“ Tee aus der Teepflanze.

Als ursprüngliche Heimat der Teepflanze wird die Bergregion zwischen China, Indien, Thailand und Vietnam angenommen. Es wird davon ausgegangen, dass der dortigen Bevölkerung die Wirkung des koffeinhaltigen Teestrauchs bekannt war. Die erste systematische, wirtschaftliche Nutzung der Teepflanze kann allerdings zweifellos auf das chinesische Kaiserreich zurückgeführt werden. Von dort aus hat der Tee dann auch im Laufe der Zeit seinen Siegeszug in den Rest der Welt angetreten.

Teepflanze

Der wissenschaftliche Name der Teepflanze ist camellia sinensis. Aus Ihrem Namen kann man sowohl die Zugehörigkeit der Pflanze zu der Gattung der Kamelien, als auch ihre historische Verbreitung in China, ableiten.

Unterschieden werden zwei Arten entsprechend ihren Hauptverbreitungsgebieten.

Camellia sinensis var. sinensis – den chinesischen Strauch

Camellia sinensis var. assamica – die Assam-Teepflanze

Zartere Blätter, ein feineres Aroma und ein geringerer Tanningehalt unterscheiden den China-Strauch vom Assamica. Die chinesische Pflanze wächst langsamer und verträgt niedrigere Temperaturen. Grundsätzlich bevorzugen aber beide Varianten tropisches Klima. Die Assam-Teepflanze ist ertragreicher und hat ein kräftigeres Aroma.

Im heutigen Teeanbau werden hauptsächlich Kreuzungen der beiden Varianten eingesetzt. Je nach den Bedingungen im Anbaugebiet , den zu erzielenden Ertrag bzw. dem angestrebtem Aroma des fertigen Tees, wird ein höherer Anteil der jeweiligen Pflanze in die Sortenzüchtung einfließen, um eben ein entsprechendes Ergebnis zu erzielen.

Teesorten

Nun haben wir ja beschrieben, dass für die Herstellung von Tee ausschließlich eine einzige Pflanze verwendet wird. Wie wir aber auch wissen gibt es eine Vielzahl verschiedener Teesorten. Es gibt schwarzen Tee, grünen Tee, weißen Tee oder Oolong und noch einige andere mehr.

Jede dieser Sorten hat ihren eigenen, charakteristischen Geschmack bzw. Aroma. Dieser Umstand resultiert aus den verschiedenen Bearbeitungsmethoden im Zuge der Verarbeitung der geernteten Blätter. Wie genau dieser Zusammenhang zwischen den verschiedenen Sorten aussieht, haben wir in unserem Beitrag zur Teeherstellung beschrieben.

Als einzige Verschiedenartigkeit wird für Schwarztee, wegen seines kräftigeren Aromas, ein höherer Anteil der Assampflanze in der Züchtung angestrebt. Das feinere Aroma der chinesischen Teepflanze wird für die Züchtung von Grüntee bevorzugt.

Es gibt noch verschiedene Abwandlungen in der Herstellung von Tee, wie beispielsweise für Pu Erh Tee, aber um auf all diese Spezialitäten einzugehen, würde den Rahmen hier sprengen.

Teeanbaugebiete

Die Teeanbaugebiete liegen auf Grund der nötigen klimatischen Bedingungen in den tropischen Regionen von Asien, Afrika und in einer untergeordneten Rolle auch in Lateinamerika. Die wichtigsten Anbauländer sind dabei China und Japan – besonders bekannt für Grünen Tee, Indien, Sri Lanka und Kenia als die größten Produzenten von schwarzem Tee.

Innerhalb dieser Länder wird in verschiedenen Gebieten eine Vielzahl unterschiedlicher Tees, die auf Grund der vorherrschenden klimatischen Bedingungen, Verarbeitungsmethoden usw. ihren eigenen charakteristischen Geschmack bzw. Aroma aufweisen, hergestellt.

Viele Tees beinhalten in Ihren Namen die Bezeichnung des Anbaugebietes bzw. sogar aus welchem Teegarten sie stammen. Das trifft insbesondere für Schwarztee zu. Im Gegensatz dazu haben Grüntees oft klingende Phantasienamen, oder sind nach dem Aussehen der verarbeiteten Blätter benannt. Nachfolgend möchten wir nun einen genaueren Einblick in die wichtigsten Teeanbauländer und ihrer bekanntesten Teevertreter geben.

China

Die älteste Teekultur der Welt reicht 4000 Jahre zurück. China ist bekannt für die Herstellung von Spezialitätentees, welche in Handarbeit hergestellt werden. Es besitzt die größte Teeanbaufläche der Welt, die sich auf vier große Anbauregionen verteilt. Im Südwesten von China im Bereich der Provinz Yunnan. Hier herrscht z. T. subtropisches Klima. Erzeugt werden Grüntee, Schwarztee und der bekannte Pu Erh Tee, benannt nach der Stadt Pu’er in Yunnan.
Ganz im Süden bis auf die Insel Hainan wird neben weißen, grünen und schwarzen Tee auch Oolong produziert.
Schließlich wird noch an beiden Ufern des Jangtse Tee angebaut. Am chinesischen Teemarkt gibt es nichts, was es nicht gibt. Eine enorme Vielfalt an verschiedenen Tees, die durch die Aromatisierung mit Gewürzen, Ölen usw. eine unüberschaubare Anzahl an verschiedenen Geschmacksrichtungen erreicht. Im Folgenden möchten wir die bekanntesten Tees aus China etwas genauer betrachten.

Grüntee aus China

Chun Mee

Ein einfacher Grüntee mit kräftig, herben Geschmack. Chun Mee wird in verschiedenen chinesischen Provinzen und auch Taiwan hergestellt. Seine Blätter werden bei der Verarbeitung leicht gerollt und gebogen. Das Aroma seines hellen Aufgusses entspricht dem eines typischen chinesischen Grüntees.

Gunpowder

Die Blätter dieses Tees werden zu Kügelchen gerollt. Da er dadurch wie Gewehrschrott aussieht, hat er von englischen Händlern seinen Namen – Gunpowder – erhalten. Die helle Tasse dieses Tees besitzt ein feines Aroma und ist mild im Geschmack.

Lung Ching – Drachenbrunnentee

Der Legende nach bedrohte eine Dürre die Teegärten, weshalb ein Mönch zu einem Drachen ging, der bei einer benachbarten Quelle wohnte, um für Regen zu beten. Der Drache erhörte die Gebete des Mönch und seither soll die Quelle nie mehr versiegt sein (oder so ähnlich :-). Der legendäre Brunnen befindet sich bei Hangzhou.
Ein leichter, fruchtiger und milder Geschmack, ohne grasigen, bitteren Unterton, zeichnet diesen Tee aus. Untypisch für chinesischen Grüntee sind seine langen Blätter. Die besten Qualitäten kommen aus dem Dorf Lung Ching und sind richtig teuer.

Mao Feng

Einer der bekanntesten chinesischen Grüntees. Sein Name bedeutet übersetzt so viel wie „Haarspitzen“, da die jungen Blattknospen der Teepflanze bei der sorgfältigen Verarbeitung ihren silbrigen Flaum behalten. Der bekanntere Mao Feng stammt aus der Nähe der gelben Berge in der Huangshan-Region.
Die gelb-grüne Tasse dieses leicht würzigen Grüntees hat eine zart milde Note.

Pi Lo Chun

Dieser grüne Tee stammt aus Suzhou und wird auch in Taiwan hergestellt. Seinen Namen verdankt er dem Aussehen seiner Blätter, die zu kleinen Spiralen gedreht wie kleine Schnecken aussehen. Der Pi Lo Chun besitzt ein blumiges Aroma und ist fruchtig im Geschmack.

Weißer Tee 

Bai Mu Dan (Weiße Pfingstrose)

Für die helle Tasse des Bai Mu Tan werden die Dai Bai-Sorten des chinesischen Teestrauchs verwendet. Sie liefern ein feines, leicht süßliches Aroma. Der Tee stammt aus der Region Fujian.

Oolong Tee

Die Unterscheidung von Oolong Tee erfolgt nach dem Fermentationsgrad, welcher von 10-50% reichen kann. Ein Pouchong beispielsweise hat einen Fermentationsgrad von 10-20%, duftet fruchtig und hat einen süßlichen Geschmack.
Es gibt eine Fülle an chinesischen Oolongs. Je nach Fermentationsgrad tendiert Oolong geschmacklich mehr zu Grün- oder Schwarztee. Je dunkler die Tasse, desto höher ist sein Fermentationsgrad. Ein bekannter Vertreter für chinesischen Oolong ist der sogenannte Da Hong Pao (großer roter Rabe). Er stammt aus dem Wuyi Gebirge aus der Provinz Fujian. Es handelt sich dabei um einen stark fermentierten Oolong mit leicht rauchigem Aroma. Qualitativ hochwertigere Tees zeichnen sich durch einen sanft, fruchtigen Charakter mit leichter Süße aus. Da Hong Pao schmeckt auch nach mehrfachem Aufguss nicht bitter.

Schwarzer Tee

Bei Schwarztee handelt es sich um eine chinesische Erfindung. Britische Händler lernten ihn zu schätzen und brachten ihn nach Indien und Sri Lanka. Bei den bekanntesten Vertretern von chinesischem Schwarztee handelt es sich um die folgenden.

Keemun

Dieser Tee kommt aus Qimen (Englisch=Keemun), in der Provinz Anhui. Sein fruchtig, harmonisches Aroma kommt von einem ätherischen Öl, dem Myrcrenol und resultiert in einem ausgewogenem, feinaromatischen Geschmack. Es kommt beispielsweise in Lavendel vor, aber in keiner anderen Teestrauch-Variante.

Lapsong Souchong

Der Rauchtee stammt ursprünglich aus der Wuyi Region in Fujian. Großblättriger Schwarztee der im Rauch von schwelenden Kieferwurzeln oder Pinienholz geräuchert wird. Dadurch erhält er sein kräftiges Aroma mit dem charakteristischen Geschmack, wodurch der eigentliche Teegeschmack allerdings überlagert wird.

Indien

Bei Indien handelt es sich um den zweitgrößten Teeproduzenten der Welt. Um die Abhängigkeit von China zu reduzieren haben britische Kolonialherren den Tee nach Indien gebracht. Der Anbau der chinesischen Teepflanze brachte wenig Erfolg. Aber nachdem im Urwald von Assam Teepflanzen (Assam-Variante) entdeckt worden waren, stand dem Teeanbau nichts mehr im Wege. Die bekanntesten Anbaugebiete liegen im Nordosten am Himalaya. Von diesen stammt etwa die Hälfte des indischen Tees. Der Rest verteilt sich auf mehrere kleinere Gebiete.

Assam

Die Hochebene im Nordosten des Landes in der Nähe zu China konkurriert mit Kenia um den Titel des größten, zusammenhängenden Teeanbaugebiets der Welt. Durch das vorherrschende milde Klima kann beinahe das ganze Jahr Tee gepflückt werden. Die besten Tees aus Assam werden im Frühjahr und Sommer vor der Monsunzeit geerntet. Der leicht malzige, aromatische First Flush in März und April, bis Juni der Second Flush mit einer rot bis dunkelbraunen Tasse und einem ausgeprägtem Malzgeschmack. Sein vollwürziges Aroma ist Grundlage von beispielsweise klassischen, englischen Mischungen.
In der Monsunzeit wird sogenannter Monsuntee gepflückt, dessen Qualität wenig geeignet für den internationalen Teemarkt ist.

Darjeeling

Ein kleiner Ort in der Region zwischen Bhutan und Nepal an den Südhängen Himalayas ist der Namensgeber für den bekanntesten Schwarztee der Welt.
In zahlreichen Gärten werden in 800-2000 Metern über dem Meeresspiegel pro Jahr rund zehntausend Tonnen Tee geerntet. Berühmte Namen von Teegärten sind z. B. Margarets Hope und Makaibari, um nur zwei zu nennen. Der zart-blumige First Flush mit seiner hellen Tasse wird auch hier im März und April geerntet. Damit Teegenießer sein frisches Aroma genießen können, wird der Tee als sogenannter Flugtee per Flugzeug transportiert, was den Weg vom Teegarten bis in die Tasse auf unter 2 Wochen verkürzt. Der entsprechend hohe Preis für diesen Tee erscheint dadurch plausibel.
Der Second Flush aus den Mai und Juni Pflückungen zeichnet ein intensives, manchmal nussiges Aroma aus, welches mit Muskateller verglichen wird. Er hat eine wesentlich dunklere Tassenfarbe als ein First Flush.
Dazwischen wird der sogenannte InBetween gepflückt, der durch mehr Regen und hohe Temperaturen schnell wächst, aber selten eine gute Qualität erreicht.
Im Herbst erfolgt von September bis Ende November die letzte Pflückung. Ja erraten, es handelt sich dabei um den Autunmal. Der Tee nach dem Monsun hat ein feines Aroma und enthält weniger Gerbsäure. Seine Qualität ist abhängig vom Witterungsverlauf und entfaltet sein Aroma besonders in einem Herbst mit viel Sonnenschein.

Sikkim

Bei Sikkim handelt es sich um das nördlichste Teeanbaugebiet in Indien. Der Tee aus dem Garten Temi ähnelt durchaus denen aus Darjeeling.

Dooars

Mit über 6000 Hektar Anbaufläche ist es das drittgrößte Teeanbaugebiet Indiens. Es grenzt an die Hochebene von Assam. Tee aus Dooars ist ähnlich dunkel im Aufguss wie Assam Tee, im Geschmack allerdings sanfter.

Nilgiri

Weit im Süden von Indien wird bis auf 2000 Metern Seehöhe Tee angebaut. Im feucht-heißen Tropenklima entwickelt dieser Tee einen fruchtigen Geschmack, ähnlich denen aus Ceylon (Sri Lanka). Auf Grund der südlichen Lage kann das ganze Jahr gepflückt werden. Die hochwertigsten Tees werden im Frühjahr und nach der Monsunzeit geerntet. Der Tee aus Nilgiri wird häufig als Grundlage für englische Mischungen verwendet.

Sri Lanka

Der Teeanbau in Ceylon, dem heutigen Sri Lanka, wird von drei Teeanbaugebieten geprägt. Bis auf 2500m Seehöhe wird vorwiegend Schwarztee angebaut, welcher hauptsächlich als Broken-Sorten verarbeitet wird. Sri Lanka ist der drittgrößte Teeexporteur weltweit. Ceylontee zeichnet sich durch ein frisches, leicht herbes Aroma und einem zarten Zitrusgeschmack aus.

Nuwara Eliya

Im zentralen Hochland von Sri Lanka gelegen ist noch immer die britische Kolonialzeit spür- bzw. sichtbar. In den höchst gelegenen Teegärten wird beinahe das ganze Jahr ein hocharomatischer Tee, bei gleichbleibender Qualität, geerntet.

Dimbula

In Dimbula wird auf 1300-2000m Seehöhe Tee geerntet. Die besten Qualitäten dieses weithin bekannten Gebietes werden in den trockenen Monaten Februar und März gepflückt. Eine hell-kupferrote Tasse, leicht herbes Aroma und eine feine Zitrusnote sind charakteristisch.

Uva

Das dritte große Anbaugebiet liegt im Südosten von Sri Lanka. Auf bis zu 1500m wird hier zwischen Juli und September der beste Tee geerntet. Dunkel und leicht rötlich in der Tasse mit einem spritzigen, vollmundigen Aroma erinnert Uva-Tee an Assam.

Japan

Mit der Ausbreitung des Buddhismus durch chinesische Mönche soll der Tee im Bereich des 7. Jahrhundert nach Japan gekommen sein. Der Teegenuss hat in Japan eine große Tradition und wurde in der japanischen Teezeremonie zur Perfektion gebracht. Hauptsächlich wird in Japan grüner Tee hergestellt. Es wird wenig exportiert, da der meiste Tee im eigenen Land getrunken wird. Billigere Grünteesorten und schwarzer Tee werden deshalb sogar importiert. Bedingt durch das japanische Klima wird Tee in der südlichen Hälfte Japans angebaut. Die Hauptanbaugebiete liegen in den Präfekturen Shizuoka, Mie und auf der Insel Kyushu.
Der japanische Grüntee wird hauptsächlich maschinell geerntet und im Gegensatz zum chinesischen Rösten/Pfannenerhitzen schonend gedämpft, wodurch die enthaltenen Aromastoffe eine Veränderung erfahren. Japanischer Grüntee schmeckt grasiger als typischer chinesischer Grüntee und haben eine leuchtend grüne Tasse, insbesondere die sogenannten Schattentees. Diese und weitere wichtige Vertreter der japanischen Teeproduktion sind die folgenden.

Sencha (gedämpfter Tee)

Die Sorte Sencha macht den Großteil der japanischen Grünteeproduktion aus. Sencha wird in allen Qualitätsklassen angeboten. Die erste Ernte des Jahres erreicht dabei die besten Qualitäten. Um die Fermentation zu unterbinden, werden die Blätter nach der Ernte kurz gedämpft. Sencha zeichnet sich durch ein mild-grasiges Aroma aus, welches von einer leichten Süße begleitet wird.

Bancha

Wird aus den Blättern hergestellt, welche der Sencha-Pflückung nachkommen. Seine großen gerollten Blätter erreichen nicht die Qualität eines Senchas. Es handelt sich um einen Alltagstee, welcher auf Grund seines niedrigeren Preises und einem geringeren Koffeingehalt sehr beliebt ist. Er kann deshalb auch abends getrunken werden. Bancha ist im Geschmack generell herber als Sencha.

Gyokuro

Gilt als edelste Teesorte Japans. Gyokuro ist ein sogenannter Schattentee, was bedeutet, dass die Blätter drei Wochen vor der Ernte beschattet werden, sobald die ersten Knospen zu Beginn des Jahres sprießen. Durch die fehlende Sonneneinstrahlung wird in den Blättern vermehrt Chlorophyll und Koffein und die Aminosäure Theanin gebildet. Gleichzeitig entstehen weniger herb schmeckende Tannine (Gerbstoffe) und Catecchine (Bitterstoffe).
Daraus resultiert sein ausgesprochen aromatisches, mildes Aroma. Um das feine Aroma des Gyokuro nicht durch gelöste Bitterstoffe zu beeinträchtigen, sollte bei der Zubereitung unbedingt auf die richtige Wassertemperatur (50-60°C) geachtet werden.

Matcha

Bei Matcha handelt es sich ebenfalls um einen Schattentee. Zusätzlich wird dieser in Steinmühlen zu feinem Pulver vermahlen. In der Regel wird Matcha aus Tencha hergestellt, der als solcher in unseren Breiten nicht in den Verkauf gelangt. Wie auch Gyokuro (aus welchem auch Matcha hergestellt werden könnte) werden die Teepflanzen rund 3 Wochen vor der Ernte beschattet. Matcha wird typischerweise mit einem Bambusbesen aufgeschlagen. Seine intensive grüne Farbe resultiert aus der vermehrten Bildung von Chlorophyll, durch die Beschattung. Im Geschmack süßlich und ein wenig nach Umami dabei rasch belebend durch einen hohen Koffeingehalt. Die wertvollen Inhaltsstoffe, wie Vitamine und Aminosäuren, bleiben durch die schonende Verarbeitung weitgehend erhalten. Matcha wird bei der japanischen Teezeremonie verwendet.

Afrika

Seit weniger als 100 Jahren wird in Afrika Tee angebaut. Mehr als 60% davon kommen aus Kenia. Als weltgrößter Teeexporteur wird hauptsächlich an die britischen Inseln geliefert. Weitere Teeanbaugebiete gibt es in Kamerun, Malawi, Tansania und noch in anderen afrikanischen Ländern.
In Höhenlagen auf bis zu 2000m, wie zum Beispiel am Mount Meru wird der afrikanische Tee geerntet. Hohe Niederschlagsmengen bedingt durch die Äquatornähe bringen eine ganzjährige Ernte. Die besten Qualitäten kommen aus den Gebieten Kenias und werden von Dezember bis März gepflückt.
Entsprechend der Vorliebe der Hauptabnehmer wird ein kräftiger, koffeinreicher Schwarztee hergestellt. Hartes Wasser, oder der Zusatz von Milch und Zucker verträgt seine dunkle Tasse sehr gut.

Taiwan

Das ehemalige Formosa ist bekannt für die Produktion von hervorragendem Grüntee und Oolongs.

Argentinien

Argentinien produziert hauptsächlich Schwarztee, welcher sich aufgrund seiner Eigenschaften besonders für die Herstellung von Eistee eignet. Hauptabnehmer für argentinischen Tee ist die USA mit einer besonderen Vorliebe für den kalten Tee.

Vietnam

Hauptsächlich wird Schwarztee angebaut. Teeanbaugebiete gibt es sowohl im Norden, als auch im Süden von Vietnam, wobei der nordvietnamesische Tee in seiner Qualität dem Tee aus dem Süden klar überlegen ist.

Indonesien

Auf beiden Hauptinseln, Java und Sumatra, wird Tee angebaut. Geerntet wird das ganze Jahr über bei gleichbleibender Qualität. Nur im trockenen Herbst wird auf Java Tee mit deutlich ansteigender Qualität gepflückt

Aromatisierter Tee

Wir können uns vorstellen wie Tee zum ersten Mal aromatisiert wurde. Vielleicht ist er zusammen mit anderen aromatischen Pflanzen zusammen gelagert worden. Wahrscheinlich war man da nicht sehr erfreut, als man bei der Teeverkostung gemerkt hat, dass er das Aroma angenommen hat. Aber wie das meistens der Fall ist, hat sich ein schlauer Geschäftsmann diese Eigenschaft des Tees zunutze gemacht und die Teepflanzen zukünftig absichtlich mit den Aromen zusammen gelagert,die auf den Tee übergehen sollten. Und damit den Grundstein für die unüberschaubare Anzahl an aromatisierten Tee gelegt. Aber wie dem auch sei…

Grundsätzlich wird die Aromatisierung dadurch erreicht, indem der Tee mit den entsprechenden Aromastoffen zusammen gelagert bzw. getrocknet wird. Zumeist bleiben die Aromastoffe mit dem Tee zusammen, aber teilweise werden sie auch wieder entfernt, wie z. B. bei chinesischem Jasmintee, sobald der Tee genügend von dem Aroma aufgenommen hat. Begonnen hat man grünen Tee zu aromatisieren, allerdings wird zwischenzeitlich auch schwarzer Tee, weißer Tee oder auch Oolong aromatisiert – eigentlich werden alle Teesorten aromatisiert.

Die Aromatisierung von Tee hat in China eine zweitausendjährige Tradition. Begonnen hat man damit, dem Tee pflanzliche oder tierische Duftstoffe, wie Jasminblüten, Vanille oder Moschus, hinzuzufügen. Unterscheiden kann man sie in den folgenden Gruppen:

Fruchttee: Die Aromatisierung des Tees erfolgt durch die Zugabe von Fruchtstücken, Ölen und Fruchtschalen. Schwarzer Tee aromatisiert mit Bergamotte Öl, der sogenannte Earl Grey ist ein bekannter Vertreter dieser Gruppe.

Blütentee wird mit Blüten und Blättern verschiedener Pflanzen aromatisiert wie z.B. mit Jasmin- oder Rosenblüten.

Gewürztee wird meist mit fein zerkleinerten Gewürzen, wie z. B. Ingwer oder Vanille versetzt um ein einzigartiges Geschmackserlebnis zu erzeugen.

Grundsätzlich sollte die Aromatisierung nicht den Geschmack des Tees überdecken, sondern ihn ergänzen, bzw. variieren, aber auf jeden Fall zu ihm passen. Auf Grund der Kreierung immer abenteuerlicher, aber auch sonderbare Geschmacksrichtungen, um alle noch so ausgefallenen Geschmackssehnsüchte der anspruchsvollen Teetrinkergemeinde zu befriedigen, steuert der Tee in vielen aromatisierten Mischungen nur mehr die belebende Wirkung des Koffeins bei. Der Geschmack wird zur Gänze von den beigefügten Aromen überdeckt – was nicht zwangsläufig negativ sein muss, wenn man eben zumindest die Wirkung von Tee kombiniert mit seinem Lieblingsgeschmack genießen möchte.

Je nach Heimat des Teetrinkers und der dort bekannten/vorkommenden Aromen, Früchten oder auch Kräutern haben sich einige aromatisierte Tees über die Jahre hinweg zu echten Klassikern in der Teewelt etabliert, von denen wir euch einige hier näher vorstellen wollen.

Earl Grey

Bei Earl handelt es sich traditionell um einen Schwarztee, der mit dem Öl aus der Schale der Bergamotte-Orange versetzt wird. Er ist der Klassiker schlechthin, bei den mit Zitrusfrüchten aromatisierten Tees. Er ist seit Beginn des 19. Jahrhunderts in England bekannt, hat sich als Favorit bei den Insulanern etabliert und ist es bis heute geblieben. Inzwischen gibt es auch zahlreiche Varianten, auch auf Grünteebasis. Es gibt einige Legenden darüber wie der Tee zu seinem Namen gekommen ist, aber keine davon ist eindeutig belegt. Namensgeber war auf jeden Fall Charles Grey, 2. Earl Grey.

Jasmintee

Bei Jasmintee handelt es sich um eine traditionelle chinesische Teevariation. Aromatisiert wird sowohl grüner als auch schwarzer Tee. Die beigemengten Jasminblüten verleihen dem Tee ihr hochfeines Aroma und ihren unverwechselbaren Geruch. Sobald der Tee das Aroma der Blüten angenommen hat, werden diese wieder entfernt. Aus optischen Gründen können danach wieder frische Blüten hinzugefügt werden. Jasmintee gehört zu den meist getrunkenen Tees in China.

Tee a la menthe

Auch wenn man sonst nichts bekommt, einen grünen oder schwarzen Tee, aromatisiert mit reichlich frischer Nana-Minze kriegt man in Nordafrika immer. Der erfrischende Geschmack der Minze ergänzt sich perfekt mit dem Aroma des Tees. In Marokko beispielsweise stilecht serviert in kleinen Kannen. Getrunken wird aus winzigen, bunten Gläsern. Reichlich Zucker steht immer bereit, um ihn entsprechend zu versüßen.

Masala Chai

Aus Indien stammt diese würzige Mischung. Schwarzer Tee aromatisiert mit den Gewürzen Kardamom, Ingwer und Zimt und dazu ein Schluck Milch. Gesüßt wird mit Zucker oder Honig. Je nachdem wo Masala Chai getrunken wird, können noch andere Gewürze wie Pfeffer oder Nelken dabei sein. Das Teearoma sollte durch die Gewürze dabei nie ganz überdeckt werden.

Sicherlich gibt es in vielen Regionen dieser Welt noch unzählige weitere interessante Aromatees, aber fürs erste wollen wir es bei diesen hier belassen. Wer Interesse an weiteren Teemischungen hat, kann ja einfach nach seinem Favoriten in den Produkten unseres Tee Online Shops stöbern.

 

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